Imagefilm Bowlingbahn

Projekt „Imagefilm“ der Bild & Ton-Klasse 15.1

Die Klasse 15.1 der Mediengestalter Bild und Ton hat für zwei Wochen die Unterrichtseinheit „Imagefilm“, wozu neben einer Einführung in Thema, Genredefinition und Besonderheiten der Konzeption auch die praktische Umsetzung gehört. In der dieser Umsetzung entwickeln die Azubis für fiktive Kunden jeweils eine Konzeption unter Berücksichtigung von Aussagewunsch, Zielgruppe und Zielvorgaben für den ROI des Auftraggebers.

Hier gibt es  weitere Infos und ein paar Bilder der Produktion…

Im weiteren Verlauf planen und kalkulieren die Azubis die Produktion, erstellen Exposés, Angebote, machen die Technik- und Personalplanung und setzten die Produktion schließlich praktisch mit Dreh und Schnitt um.

Von den vier Gruppen, in welche die Klasse eingeteilt wurde, übernahm eine Gruppe federführend den „Produktionsauftrag“ für einen aufwändig und hochwertig produzierten Imagefilm. Größere Produktion mit Aufwand an Licht, Darstellern, einer „echten“ Location und technischer Ausstattung, die über Nachrichten- oder Magazinproduktionen hinausgeht, ermöglichen es, eine komplette Klasse als großes Team zu formen. Hier kommen alle Berufsfelder in einzelnen Positionen zum Einsatz, die Azubis erleben praktisch, wie Filmproduktion und die verschiedenen Gewerke organisiert sind und zusammenarbeiten.

Zusätzlich wird es so möglich, komplexere und selten eingesetzte Technik zu nutzen, deren Handhabung und Einsatzzweck sich in der Theorie nur ansatzweise vermitteln lässt. Je nach Praktikumsplatz kann es somit vorkommen, dass die Azubis in ihrer gesamten Ausbildungszeit keinerlei Zugang zu der Technik haben – aber in der Abschlussprüfung Fragen dazu beantworten müssen.

Die Unterstützung:

Fiktiver „Auftraggeber“ war die Bowlingbahn „Bowlero“ in Berlin-Friedrichshain (http://www.bowling-in-berlin.de/). Hier durften wir auf mehreren Bahnen unser Set aufbauen und einen ganzen Tag lang unser Projekt durchführen.

Mit Unterstützung des in Berlin ansässigen Technikverleihers Camelot Broadcast Services GmbH (www.camelot-berlin.de) zunächst eine Exkursion in deren Licht- und Griplager zu unternehmen, wo sie von einem Cimdata-Alumni (der inzwischen dort in Festanstellung arbeitet) die Unterschiedene verschiedener Lampenarten und deren jeweiligen Einsatzzwecke oder die vielfältigen Möglichkeiten für Kamerasupport, wie Dolly, Kräne und Jib-Arme erklärt bekamen.

Für die Produktion des Imagefilms schließlich wurde die Klasse mit einem Schienendolly, einem robusten Jib-Arm und einer leistungsfähigen HMI-Lampe ausgerüstet. Ein Schienendolly ermöglicht absolut ruhige Kamerafahrten. Die Schienen müssen dabei absolut eben liegen, verschieden dicke Holzplatten als Unterbau gleichen dabei Unebenheiten des Bodens aus. Im Bowlingcenter wurde der Dolly zum Beispiel eingesetzt, um eine Kamerafahrt an mehreren Bowlingbahnen entlang zu realsieren.

Der Jib-Arm hingegen funktioniert wie ein kleiner Kamerakran. Die Kamera kann so auf- und abwärts, sowie seitliche Bewegungen durchführen und wirkt dabei absolut schwerelos. Durch eine konstante, sanfte Bewegung erhalten die Bilder eine Dynamik, die den Zuschauer stärker in das Bild „hineinzieht“. Besonders gelungen ist den Azubis dabei eine Einstellung, bei der zunächst ein kleiner Ausschnitt einer Bowlingbahn zu sehen ist – plötzlich kommt eine Spieler ins Bild, von man zunächst nur die Füße und den Wurf des Bowlingballs sieht. Die Kamera gleitet in die Höhe, verfolgt die Kugel und aus einer nahen Einstellung des Wurfes wird eine Totale, in der die gesamte Bahn, der Treffer des Balls in die Pins und der komplette Spieler mit seinem Jubel zu sehen sind.

Der Lerneffekt:

Für die Azubis wurde an diesem Projekt deutlich, wie wichtig eine detaillierte Vorplanung ist, wie genau Licht eingesetzt werden kann, um auch größere Sets auszuleuchten und Stimmungen herzustellen und vor allem, welche Möglichkeiten der Kameragestaltung sich jenseits von Schulter- und Stativkamera bieten.

Ganz nebenbei konnten die Azubis auch ihre Durchsetzungs-, Kommunikations- und Führungsqualitäten testen, lernten viele Details zum Umgang mit Strom und, die Aspekte der Arbeitssicherheit zu beachten. Zu Schaden gekommen ist dabei niemand   😉

 

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