Mediengestalter Bild und Ton für einen Tag

„Ach Jungchen, warum machst du nichts Gescheites, Metzger wäre doch was für dich ?!“
„Oma, Metzger ist doch heutzutage total unsexy, ich will in die Medienbranche: Werbespots drehen und so!“

Dieser kommunikative Austausch zwischen der Nachkriegsgeneration und der Generation aus dem 21. Jahrhundert kommt uns allen bekannt vor. Was für unsere Großeltern abstrakt erscheint, ist für uns heutzutage nicht mehr wegzudenken:

Medien in Bild und Ton. Jeder kennt sie, die CocaCola-Werbung mit dem süßen weißen Eisbären. Doch wer steckt hinter dieser genialen Werbung nach dem Unternehmen für das sie wirbt; wer ist für ihre Effekte wie Ton, Kameraeinstellung, Belichtung etc. verantwortlich?

Natürlich wird eine Werbung wie die von CocaCola nicht von einer einzelnen Person auf die Beine gestellt. Dahinter steht ein ganzes Team, in dem auch den Mediengestaltern in Bild und Ton ein entscheidender Part zukommt. Doch wo können diese ausgebildet werden? Eine Möglichkeit für die Ausbildung in diesem Bereich bietet sich bei cimdata in der Windscheidstraße in Berlins schönem Charlottenburg. Bleibt noch die Frage offen, was man als Auszubildender im Bereich Mediengestaltung in Bild und Ton alles so lernt:

Es ist neun Uhr in der Früh, freitags morgens. Rene Gumelt macht sich auf den Weg in die Medienakademie cimdata, wo sein Dozent Julius Eisel schon auf ihn wartet. Heute möchte er mit Rene Gumelt und seinen Mitschülern ein besonderes Modul im Bereich der Mediengestaltung für Bild und Ton behandeln: Die Beschallung.

Dafür ist das hauseigene Loft vorgesehen, das sich durch seine räumlichen Beschaffenheiten hierfür besonders anbietet. Da freitags immer ein spezielles Coaching mit individuellen Angeboten für die Schüler stattfindet, hat Rene Glück und er muss sich das Loft nur mit drei weiteren Mitschülern teilen. Somit kann er dem Dozenten natürlich besonders gut folgen.  Doch seine Gedanken hängen noch bei dem erst kürzlich abgegebenen Projekt:

Alle Schüler bekamen die Aufgabe, aus einer gewöhnlichen Situation innerhalb von nur drei Wochen einen eigenen Film zu drehen. Dabei hatten die Schüler einen relativ freien Handlungsspielraum und konnten sich individuell entfalten.

In der ersten Woche dieses Projekts ging es hauptsächlich um das Drehbuch und die Erstellung einer Technikliste. Dies wurde in der zweiten Woche dann mit dem intensiven Filmdreh vertieft und in der dritten Woche mit dem Schnitt abgeschlossen. Rene arbeitete mit vier Mitschülern an diesem Projekt, wobei alle einen eigenen Schnitt machen mussten, der später gemeinsam mit dem Dozenten besprochen und verbessert wurde.

Rene hat ein großes Lob für seine Arbeit bekommen, da sein Dozent der Meinung war, er habe seine Aufgabe für einen Auszubildenden im ersten Jahr (Rene hat im September mit seiner Ausbildung begonnen) ausgesprochen gut gemacht. Jetzt steht Julius Eisel plötztlich vor Rene und fordert seinen Schüler auf, sich am Aufbau der Technik zu beteiligen; somit ist erstmal Schluss damit, in Erinnerungen zu schwelgen.

Nachdem im Loft alles soweit bereit ist, um mit dem praktischen Teil zu der Beschallung anzufangen, hat Rene nun erstmal in seiner Mittagspause Zeit, um sich zu entspannen und um sich mit seinen Mitschülern auszutauschen. Diese sind momentan von der Idee beflügelt, einen nächsten Berliner Veranstaltungskongress zu planen. Der Letzte liegt schon über ein Jahr zurück und fand im Oktober 2012 im Heimathafen Neukölln statt.

Dieses Projekt wird von den Auszubildenden selbst organisiert und umgesetzt. Zwischen 150 und 250 Personen kommen zu diesem Kongress im Schnitt; es werden Vorträge  und Podiumsdiskussionen gehalten. Ein Grundstock an finanziellen Mitteln wird zwar von cimdata selbst zur Verfügung gestellt, dennoch bilden Sponsoring, Plakatwerbung etc. ein wichtiges Aufgabenfeld der Auszubildenden.

Doch lange Zeit zum Planen bleibt Rene und seinen Mitschülern nicht, denn Julius Eisel lässt nur ungern auf sich warten. Es geht weiter in der Materie der Beschallung. Um 16 Uhr endet die Schule heute für Rene und er wird ins Wochenende entlassen.

Insgesamt hat ihm das Modul zur Beschallung gut gefallen, sagt er. Jedoch präferiere er die Angebote der Auszubildenden im zweiten Lehrjahr zu After Effects oder Tonstudio, die ebenfalls an manchen Freitagen angeboten würden. Da man von Menschen lerne, die selber noch ganz frisch und neu im Business seien. Auch Rene möchte, wenn er weiter ist mit seiner Ausbildung, solche Kurse anbieten. Aber zunächst freut er sich auf sein Wochenende und darauf, sich Inspirationen zu holen in einigen der Projektarbeiten ehemaliger Cimmies.

Mediengestaltung Bild und Ton  Ausbildungsräumlichkeit der Mediengestalter bei cimdata  Mediengestaltung

Tonstudio  Auszubildender am Mischpult   Angehende Mediengestalterin

 

 

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