Interviewpartnerinnen Carola Clauß und Carina Maltry

CommunityCamp-zwei Organisatorinnen im Interview

Vom 24. bis 25.10.2015 ist cimdata erneut die Location für das CommunityCamp. Zu diesem Anlass haben wir ein Interview mit zwei der Organisatoren, Carola Clauß und Carina Maltry geführt.

Was ist das Community Camp? Was steckt dahinter?

C: Das Community Camp Berlin ist eines von vielen Barcamps in Deutschland. Es nehmen Community- und Social Media Manager teil und tauschen sich ein Wochenende lang über relevante Themen ihrer Felder aus.

Ihr seid jetzt schon ein paar Jahre dabei. Wann war das erste Camp und mit wie vielen Teilnehmern habt ihr angefangen?

C: Ganz am Anfang, beim ersten Camp, waren wir selbst noch nicht dabei. Laut Frank Feldmann, Initiator und Hauptorganisator, fand das 1. Camp 2006 statt-das Barcamp Berlin.

Das war aber noch nicht bei cimdata, oder?

C: Das erste Barcamp war noch nicht bei cimdata, aber das Barcamp II. fand 2007 an der cimdata statt. Damals ist die Idee für das CommunityCamp Berlin entstanden, welches dann 2008 das erste Mal an der cimdata stattfand. Das Barcamp II. besuchten nach unserem Wissen über 400 Teilnehmer. Das waren also etwas mehr als jetzt, derzeit sind wir konstant bei 300 Teilnehmern. Das liegt zum einen daran, dass es immer mehr Barcamps gibt, wir sind ja nicht das Einzige in Deutschland. Die Leute schauen, was sie interessiert und fahren nur zu ausgewählten Veranstaltungen. Zum anderen schieben wir da auch selbst einen Riegel vor. Wir haben eine bestimmte Teilnehmerzahl, die wir gut organisieren können und die passend für die Räumlichkeiten ist. Die Kapazität für mehr Teilnehmer ist einfach nicht gegeben, und darüber hinaus soll der Camp-Charakter beibehalten werden, dass sich jeder noch persönlich vorstellen kann. Bei noch mehr Leuten wird es unübersichtlich.

Könnt ihr kurz den Ablauf beschreiben und erklären? Was passiert denn am ersten Tag?

C: Die Teilnehmer kommen an, akkreditieren sich, bekommen ein Namensschild und dürfen sich dann schon mal am Frühstücksbuffet bedienen. Wir beginnen um 9 Uhr mit einem kleinen Willkommensgruß und der Vorstellungsrunde. Dafür geht das Mikrofon Reihum. Jeder Teilnehmer stellt sich mit seinem Namen vor, für wen er arbeitet und was er macht und nennt zwei oder drei Hashtags, über die er oder sie meistens twittert. Und einige Teilnehmer stellen dann auch ihr Thema vor, über welches sie eine Session halten wollen. Das heißt, erst am Tag der Veranstaltung wird der Terminplan beziehungsweise das Programm gestaltet, nicht vorher.

Was sind eure Erfahrungen, wie entwickelt sich das? Ich stelle mir das sehr chaotisch vor, wenn sich ca. 300 Teilnehmer erst mal vorstellen und dann noch ein Thema entwickelt wird. Wird das dann demokratisch entschlossen? Oder gibt es da Meinungsführer, die klar und deutlich zu verstehen geben, dass sie gerade ihr Thema besprechen wollen. Wie läuft das ab?

C: Also, grundsätzlich darf jeder sein Thema vorstellen, aber wie du selber sagtest, es wird demokratisch abgestimmt. Und nur wenn sich genügend Leute melden, bekommt das Thema einen Platz auf dem Sessionboard, welches wir schon im Vorfeld erstellt und vorbereitet haben. Beim diesjährigen Community Camp wird ab 10 Uhr, immer zur vollen Stunde, in sechs Räumen jeweils eine Session stattfinden. Die Teilnehmer können sich dann aussuchen, wo sie hingehen wollen. Im Vorfeld gibt es schon einige, die sehr aktiv in der Community sind, die bestimmte Themen anteasern, oder Interesse abfragen. In der Regel, kann jeder, der eine Session halten will, auch eine halten. Zur Not wird der Aufenthaltsraum verwendet.
Die große Frage, wie seid ihr überhaupt zum Barcamp gekommen?

C: Wir beide haben unsere Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau bei cimdata gemacht. Da kamen, als wir gerade angefangen haben, zwei der beiden Organisatoren des CommunityCamps, Frank Feldmann und Kai Uwe Hellmann in die damalige Veranstaltungsklassen und haben das Konzept der Veranstaltung erklärt. Beide Veranstaltungsklassen haben daraufhin bei der Veranstaltungsorganisation mitgeholfen. Zum Beispiel haben wir die Akkreditierungen übernommen, die Kaffeebar betreut und geschaut, dass die Räume sauber sind. Und uns hat es damals direkt Spaß gemacht, wir haben gleich eine Verbindung mit Frank gehabt, und schließlich hat er uns gefragt, ob wir Lust haben im nächsten Jahr wieder mitzumachen und im Vorfeld der Veranstaltung ein bisschen mehr Verantwortung zu übernehmen. Ursprünglich waren wir zu viert, noch mit zwei anderen Kommilitonen. Jetzt nach der Zeit bei cimdata, nach drei Jahren, sind wir noch übrig geblieben. Über die Jahre hat sich auch eine Freundschaft mit Frank und Kai-Uwe entwickelt.

Man muss dazu sagen, ihr opfert eure Freizeit für dieses Projekt, da steckt kein Gehalt dahinter. Ihr habt beide ein Studium, Jobs, das noch nebenbei zu wuppen ist auch eine große Leistung!
Nachdem ihr jetzt beschrieben habt, was an den Tagen passiert-wann fangt ihr mit der Planung an? Mit der Organisation Drumherum?

C: In der Regel im Frühjahr. Zu diesem Zeitpunkt werden die ersten Meilensteine, Termine, erste Ideen gesammelt. Was kann man anders machen als im letzten Jahr? Haben sich schon Sponsoren von selbst bei uns gemeldet? Wen sprechen wir an? Es ist jetzt das 8. Community-Camp, da haben sich natürlich über die Jahre Kontakte und Beziehungen aufgebaut. Es gibt manche Sachen, die safe sind, an anderen Ecken muss man immer wieder neu ansetzten. Die heiße Phase ist immer so ab dem Sommer bis zum finalen Termin, der am letzten Oktoberwochenende ist.

C: Es ist auch manchmal so, das direkt nach dem Camp, Sponsoren Interesse für das nächste Jahr bekunden, wenn es ihnen gefallen hat. Nach dem Camp ist vor dem Camp!

Was ist eure Motivation? Eher aus dem Interesse heraus, weil ihr an Social Media und Community Themen interessiert seid oder ist es die Liebe zu eurem erlernten Beruf der Veranstaltungskauffrau?

C: Für mich persönlich ist es die Beziehung zum Beruf, es macht einfach Spaß und das Community Camp ist nicht wie jede andere Veranstaltung, sondern stellt für mich etwas ganz Besonderes dar. Außerdem ist man da reingewachsen, es hat die drei Ausbildungsjahre bei cimdata begleitet und deswegen lässt man dann auch ganz schwer los. Man ist in einem tollen Team und lernt tolle Leute kennen.
C: Auch für mich, es ist eher die Organisation von Veranstaltungen, die mir Spaß macht. Man bekommt aber auch auf jeden Fall etwas von den Inhalten mit. Man kann sich auch mal eine Session anschauen, obwohl das eher selten vorkommt, weil wir so viel zu tun haben (lacht). Wir bekommen wenig Schlaf und dann ist man froh, wenn man sich zwischendurch, wenn es läuft, auch ein wenig ausruhen kann. Oder man setzt sich im Team zusammen und genießt es sich wiederzusehen. Wie bei einem Klassentreffen. Wenn die Akkreditierung beginnt, sind zwei Drittel alte Bekannte, es hat durchaus etwas Familiäres. Auch an den Ort zurückzukehren. Das weckt Erinnerungen an die Ausbildungszeit, wir hatten tolle Dozenten, und auch die Mitarbeiter bei cimdata waren immer nett. Einfach eine super Location!

Was erwartet ihr denn, was dieses Jahr passieren wird? Gibt es bestimmte Themen, die schon in der Luft knistern? Sind viele neue Teilnehmer dabei?

C: Wie es sich die letzten Jahre schon entwickelt hat, werden zunehmend mehr Themen für Sessions angeboten. Das hat sich herauskristallisiert das sogar die Mittagspausen für Sessionbeiträge weiter genutzt werden. Leider haben wir nur die beiden Timeslots an den zwei Tagen. Deshalb gibt es aber dieses Jahr noch einen weiteren 6. Sessionraum, das heißt es sind noch mehr Sessions als in den letzten Jahren möglich.

Dann drücken wir euch die Daumen für ein super Camp! Und für euch als Veranstaltungskaufleute speziell, dass die ganze Organisation klappt!


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