Umschüler André Badenhoop im Interview

Der Umschüler und angehende Mediengestalter Digital und Print André Badenhoop hat im Interview mit uns über seine Arbeit und seine gestalterischen Ansprüche gesprochen.

1.Siehst du dich selbst mehr als Künstler oder Programmierer bzw. Techniker? Daran anschließend, würdest du dich eher als analogen oder digitalen Typ bezeichnen?

André: Ehrlich gesagt erlaube ich es mir nicht, zu behaupten, ich sei ein Künstler. Aus persönlichen Gründen möchte ich auch gar keiner sein oder werden. Es könnte sein, dass andere aufgrund ihrer Empfindungen oder ihres Geschmacks der Meinung sind, ich würde in Zukunft innerhalb von Projekten einen Zustand, der Kunst genannt werden kann, erreichen. Das hätte aber nichts mit mir zu tun, ich halte mich da raus.
Wenn ich meine Projektarbeiten mit etwas beschreibe, würde ich sie mit Gestaltung betiteln. Dabei bin ich immer auf diverse Techniken angewiesen. In der digitalen Welt empfinde ich die Umsetzung als Spiel und es macht Spaß, Befehle bzw. Anweisungen in einer Software zu schreiben. Die eigentliche Arbeit wird mir dann quasi durch das Programm abgenommen. Meine Ideen entstehen analog und ich setze sie digital um. Meine freien Arbeiten im privaten Bereich sind stets eine Mischform aus beidem. Zu deiner Frage, ob ich eher ein analoger oder digitaler Typ sei, muss ich abschließend sagen: weder Fisch noch Vogel.

2.Reizt dich eine Sache mehr als die andere? Wenn ja, warum?

André: Die analoge Welt erfordert meines Erachtens nach mehr Hingabe und Aufopferung, was in unserer heutigen schnelllebigen Zeit weniger praktikabel ist. Mich reizt es, Analoges mit digitalem Werkzeug zu multiplizieren.

3.Wen willst du mit deinen Arbeiten ansprechen? An wen richtet sich deine Website?

André: Sicherlich würde ich meinen Geschmack und Stil eher als schlicht anstatt epileptisch beschreiben. Für Menschen, die nach Sinnesüberflutung streben und suchen, bin ich nicht die richtige Anlaufstelle. Ich halte Gestaltetes gerne für weitere, eigene gedankliche Additionen des Betrachters/der Betrachterin offen. Diese Menschen, die gerne selbst mitdenken statt fertig Dargebotenes passiv zu konsumieren, versuche ich zu erreichen. Da die Website meinen Wissens-und Fähigkeitsstand vom Sommer 2015 wiederspiegelt, werde ich bestimmt noch in diesem Jahr eine weitere Version in Form einer moderneren One-Page hochladen.

4. Welche Rolle spielt cimdata? Was hast du hier gelernt und welche Kurse hast du belegt?

André: Ich mache bei cimdata seit September 2015 eine Umschulung zum Mediengestalter Digital und Print. Hier lerne ich die Standard-Werkzeuge kennen und wie man sie einsetzt. Ich habe immer schon gerne gezeichnet und gestaltet. So habe ich beispielsweise eine Tischlerausbildung mit Selbstständigkeit hinter mir und habe auch zehn Jahre lang auf legalem Wege Graffiti gemacht. Durch die Umschulung bei cimdata kann ich mir nun Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen, die es mir ermöglichen in die Salonfähigkeit zu gehen.
Ich habe hier bis jetzt viel gelernt, wie zum Beispiel Grundkenntnisse in Hardware, Medienrecht, Marketing, VWL, BWL, sowie erweitertes Wissen in Typografie, Logoentwicklung, Gestaltungstechniken, Layout, die Arbeit mit den Adobe Programmen Indesign, Illustrator, Photoshop, sowie das Arbeiten mit HTML und CSS.

5. Gibt es Pläne oder Wünsche für die Zeit nach cimdata? Was kannst du uns schon verraten?

André: Eine Grundschulfreundin von mir wohnt auf Hawaii, die würde ich gerne mal besuchen.

Wer einen Eindruck von Andrés Arbeiten bekommen möchte, sollte auf seiner Website vorbeischauen! http://badenhoop.com/index.html


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