Das Leben nach cimdata

cimdata – und danach? Interview mit Sven Schlegel

Der ehemalige Umschüler zum Fachinformatiker für Systemintegration Sven Schlegel hat uns im Interview verraten, wie sein Leben nach cimdata aussieht. Im September 2012 beendete er die Umschulung erfolgreich und ist nun glücklich in einer Festanstellung.

1. Warum haben Sie sich für die Umschulung zum Fachinformatiker für Systemintegration entschieden?

Ich musste mich 2008 nach dem Abbruch meines Uni-Studiums entscheiden, wie es in meinem Leben weiter gehen soll. Ich wollte in dem Bereich, indem ich zuvor fachlich bereits viele Jahre arbeitete, weiter vorankommen. In Deutschland geht das nur mit entsprechenden nachweisbaren Qualifikationen.

2. In welchem Beruf waren Sie vorher tätig ?

Ich war neben meinem Studium als System- und Netzwerkadministrator und als Dozent/Referent für verschiedene Unternehmen und Organisationen tätig.

3. Sie haben im Sommer 2012 ihre Umschulung bei cimdata beendet. Wie ist es Ihnen nach dem Abschluss ergangen?

Ehrlich gesagt eher bescheiden. Wer einmal mit „Hartz IV“ zu tun hatte, weiß, dass es ein schwieriger Lebensabschnitt ist, der Menschen sehr zermürben kann. Es gelingt nur wenigen, sich da durchzubeißen. Ich war einer von jenen. Diese Kraft verdanke ich dem Sport, wo ich gelernt habe zu kämpfen. Mein Vorteil war auch, dass ich die Vorgehensweise des Arbeitsamtes bereits aus der Zeit vor der Umschulung sehr gut kannte. Ich konnte mich also darauf einstellen und wusste, was ich erwarten durfte und was für Auflagen es geben kann. „Angriff ist die beste Verteidigung“, das lernen Sportler. So ist es auch hier gewesen. Selbst ist der Mann/die Frau. Ich startete unzählige Eigeninitiativen, um eine Arbeit zu finden. Ich verließ mich nicht auf Probe-Arbeit bei einzelnen Unternehmen und auch nicht auf das, was vom Arbeitsamt an Stellenausschreibungen kam. Die Bemühungen zahlten sich nach etwa einem halben Jahr aus.

4. Seit einiger Zeit haben sie eine Festanstellung, was ist das für ein Job?

Seit Mai 2013 arbeite ich als Angestellter in der IT-Abteilung des Bildungs- und Wissenschaftszentrums der Bundesfinanzverwaltung Münster und bin dem Bundesministerium für Finanzen unterstellt. Mein Dienstsitz ist Plessow. Wir sind gegenwärtig dabei, die Bundesfinanzverwaltung und andere Behörden auf ein gemeinsames elektronisches Personalverwaltungssystem umzustellen. Das ist ein sehr großes und spannendes Projekt „mit vielen Unbekannten“. Die Arbeit macht sehr viel Spaß. Wir arbeiten eng mit unterschiedlichen Unternehmen und Entwicklern zusammen. Ich bin gelegentlich in ganz Deutschland unterwegs, um an den verschiedenen Standorten unserer Behörde spezielle Teilaufgaben zu erledigen.

5. Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Spaß?

Ich arbeite in einem gut funktionierenden Team. Wir kommunizieren viel miteinander auf unterschiedlichsten Kanälen. Wir sind erfolgreich und bekommen entsprechende Anerkennung. Unsere Kunden freuen sich, wenn einer von uns vorbeischaut und ihnen individuell abgestimmt hilft. Wir dürfen an der Projekt-Entwicklung aktiv mitwirken und kommunizieren dahingehend mit mehreren unterschiedlichen Bundesbehörden und Unternehmen. Dabei ist Diplomatie manchmal außerordentlich gefragt. Das ist eine spannende Herausforderung. Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Von Telefonanlage-Problemen, Netzwerk-Konzeptionen, Verkabelung, System- und Netzwerkadministration bis hin zu Projektmanagement, Softwareentwicklung, Software-Tests, Kundenberatung, Customizing und Konfiguration ist alles dabei. Selbst als Dozent bin ich gelegentlich tätig, um Key-Usern die Feinheiten unserer Systeme zu vermitteln. Ich arbeite in einem hervorragenden Umfeld und die Vergütung stimmt.

6. Was hat Ihnen bei cimdata am besten gefallen?

Mir gefiel sehr gut, dass ich viele fachliche Sachverhalte praktisch ausprobieren durfte. Das Experimentieren ist sehr hilfreich gewesen. Heute profitiere ich davon.


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