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Eigener Online Shop - Teil 1 - Domain, Logo & Marke

eigener Online Shop: Domain, Logo und Marke

Der digitale Handel hat in den letzten Jahren den Einzelhandel von Grund auf umgestaltet und die Art und Weise, wie Menschen einkaufen und mit Unternehmen interagieren, beeinflusst. Unzählige Unternehmen verkaufen ihre Angebote online und versuchen, ihren Platz in der Welt des E-Commerce zu finden. Die Investition in eine Online Präsenz ist für Unternehmen wichtig, denn die Verbraucher nutzen alle ihnen zur Verfügung stehenden Kanäle bei der Suche, Auswahl und dem Kauf eines Produktes.

Der Aufbau eines Online Shops beinhaltet viele wichtige Schritte. Die gute Nachricht ist, dass Du nicht zwangsläufig viel Geld, Zeit oder technisches Wissen benötigst, um einen Online Shop aufzubauen. Hier findest Du eine Übersicht, was Du für den Aufbau Deines Online Shops wissen solltest und welche Tools Dir den Weg dahin erleichtern. Wir klären die Fragen: “Was kostet ein eigener Online Shop?” und “Wo kann ich einen Online Shop erstellen?” und schreiben über verschiedene Shop SystemeMarkenanmeldung, verschiedene Methoden der Logoerstellung, worauf man bei den AGBs eines Online Shops achten muss und vieles mehr.

Zu vielen dieser Themen haben wir mit Experten aus der E-Commerce Branche gesprochen und nützliche Tipps, hilfreiche Tools, aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen gesammelt. Zu den Experten gehören Swen B. und Kristin W. Swen B. ist Dozent des E-Commerce Grundkurses bei cimdata. Kristin W. ist eine erfahrene Kommunikationsdesignerin. Den eigenen Online Shop erstellen – Die ausführliche Artikelserie

Eigener Online Shop – Teil 1 – Domain, Logo & Marke

Die eigene Domain für Deinen Online Shop

Bevor es mit der Auswahl des Shop Systems und dem Aufbau der Website losgeht, solltest Du einen
Domainnamen für deinen Online Shop wählen. Ein Domainname ist die Adresse, unter der die Website Deines Online Shops im Internet zu finden ist. Es ist die URL, die Kunden in ihren Browsern eingeben, um Deine Website zu erreichen (z.B.: google.com oder cimdata.de) und ist somit eine Voraussetzung für den Betrieb eines Online Shops.

Der Domainname ist aus zwei Komponenten aufgebaut:

  1. Die Top-Level-Domain (TLD) = meistens geografische (z.B. „.de“) oder generische Endung (z.B. „.com“)
  2. Second-Level-Domain = „Name des Online Shops“.de

Jede Domain ist eine einzigartige Kombination aus Top-Level-Domain und Second-Level-Domain, die nur einmal im Netz existiert. Für den Aufbau einen Online Shops muss eine eigene Domain registriert werden. Die Registrierung kann bei verschiedenen Anbietern, den Domain-Hostern, erfolgen. Die Kosten für den Erwerb einer Domain sind abhängig von der gewählten TLD und vom Hoster selbst beziehungsweise von Art und Umfang der Leistungen. Domains haben eine begrenzte Laufzeit, die in den meisten Fallen ein Jahr beträgt.

Tipp: Sobald Du einen Domainnamen registriert hast, solltest Du Dir eine Kalendererinnerung einrichten, die Dich vor dem Ablaufdatum an die Verlängerung erinnert

Viele Anbieter bieten kostenlose Domains an, bei denen die Kunden an einen Subdomainnamen (meistens der Name des Anbieters) gebunden ist. Die Domains haben den folgenden Aufbau: deinonlineshop.anbieter.de sind aber für einen eigenen Online Shop ungeeignet. Es sieht nicht professionell aus schadet Deiner Glaubwürdigkeit, wenn Dein Geschäft keinen eigenen Domainnamen hat. Damit Deine Kunden bei Dir kaufen ist es wichtig, dass sie Dir vertrauen.

Bei vielen Domain-Hostern findest Du einen Überblick über noch verfügbare Domains und Endungen. Das Vergleichsportal Netzsieger hat sich mit Domain beschäftigt und die besten Domain-Anbieter verglichen. Gewonnen hat bei Netzsieger der Anbieter united-domains, dicht gefolgt von IONOS und STRATO.

Viele Anbieter bieten ihren Kunden die Registrierung einer Domain in Zusammenhang mit Web-Hosting-Angeboten an. Web-Hosting umfasst die Verwaltung von Servern zum Betrieb von Webseiten inklusive Online Shops und wird im nächsten Teil der Artikelserie Eigener Online Shop – Auswahl des Shop Systems – Teil 2 behandelt. Die Wahl des Anbieters sollte von Deinen persönlichen Ansprüchen abhängig gemacht werden. In der Regel sollte aber ein gutes Web-Hosting-Paket vollkommen ausreichen für Deinen Online Shop.

Ein guter Domainname ist der Schlüssel zur erfolgreichen Einführung eines Online Shops. Es schafft Vertrauen bei den Kunden und hilft, Deine Marke zu etablieren. Betrachte ihn als Deine Online-Identität!

Die Wahl des Domainnamens Deines Online Shops sollte also gut überlegt sein. Er bestimmt, wie Kunden Deinen Shop wahrnehmen. Der Name Deiner Website sollte gut lesbar sein und gut in den SERPs (Serach Engine Result Pages oder Suchergebnissen) ranken. Deswegen solltest Du Zeit und Mühe in die Recherche und Wahl Deines Domainnamen investieren.


7 Tipps bei der Auswahl eines Domainnamens:

  1. Wähle die richtige Top-Level-Domain. Die TLD schließt Deine Webadresse ab und kann Hinweise auf den Inhalt geben. Die  länderspezifischen country code Top-Level-Domain wie .de oder .co.uk sind ein starkes Signal, dass der Inhalt der Domain überwiegend für das jeweilige Land bestimmt ist. Eine generische TLD wie z.B. .com, .net, org besitzt im Vergleich zu einer country code TLD kein regionales Attribut. Mit beispielsweise .berlin und .shop wurden 2013 neue Domainendungen eingeführt. Laut Google werden die neuen TLD im Ranking übrigens genauso behandelt wie die alten.
    Es ist Dir überlassen, für welche TLD Du Dich entscheidest. In Deutschland ist die Endung .de am geläufigsten. Je weniger technikaffin Deine Zielgruppe ist, desto vorsichtig solltest Du bei der TLD sein und lieber zum .de greifen. Wenn Du internationale Besucher auf Deiner Website erwartest solltest Du zumindest über die Unterschiede verschiedener TLD Bescheid wissen. Sind die anderen für Dich relevanten Endungen nicht registriert, solltest Du in Betracht ziehen, sie zu registrieren.
  2. Vermeide Zahlen und Bindestriche. Zahlen und Bindestriche werden oft missverstanden. Wenn potenzielle Kunden den Namen Deiner Website-Adresse hören, wissen nicht, ob die Zahl ausformuliert ist und auch Bindestriche werden leicht vergessen, wenn man darüber spricht.
  3. Halte den Domainnamen kurz. Wenn Dein Domainname lang und komplex ist, riskierst Du, dass sich Kunden vertippen oder sich so eine lange Adresse nicht merken. Kurz und einfach lautet hier das Erfolgsrezept.
  4. Du solltest außerdem überlegen, ob Du Dich bei Deinem Domainnamen auf Deinen Markennamen konzentrierst, oder noch ein Keyword dazu nimmst – oder vielleicht eine komplette Keyword-Domain anstrebst. Eine Markendomain stärkt Deinen Namen, wohingegen der Domainname einer Keyword-Domain aus Keywords besteht, die Rückschlüsse auf die Art des Online Shops zulassen. Letzteres ist insbesondere aus SEO-Sicht (Suchmaschinenoptimierung) zu empfehlen. Denn das Hinzufügen eines populären Suchbegriffs zu Deinem Domainnamen hilft Dir, das Suchmaschinenranking zu verbessern. Je höher Deine Website im Googleranking erscheint, desto mehr Traffic erhältst Du. Je mehr Traffic, desto mehr Umsatz.
  5. Recherchiere den Domainnamen. Vergewissere Dich, dass der von Dir gewählte Name nicht mit einer eingetragenen Marke, Urheberrechten oder der Verwendung durch ein anderes Unternehmen versehen ist. Es könnte zu einem riesigen Rechtschaos führen, das Dich ein Vermögen und Deine Domain kosten könnte! Verschiedene Tools prüfen, welche Domains frei sind: Checkdomain
  6. Überprüfe die Verfügbarkeit bei Social Media. Mit dem Tool Namechk kannst Du prüfen, ob Dein gewünschter Benutzername oder URL in beliebten Social Media Netzwerken und anderen Webseiten verfügbar ist. Auch hier hilft Deinem Online Shop ein wenig Recherche. Registriere einen Benutzernamen, der in den beliebtesten sozialen Netzwerken noch verfügbar ist, um sicherzustellen, dass Deine Marke konsistent und leicht im Internet zu finden ist.
  7. Sobald Du Dir einen Namen ausgedacht hast, teile ihn mit engen Freunden, um sicherzustellen, dass er gut klingt und für andere Sinn macht.
So erhältst Du Dein Logo für Deinen Online Shop
Das Logo ist für viele ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zum eigenen Online Shop. Das Foto ist von Aleks Dorohovich von Unsplash.

Das Logo ist für viele ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zum eigenen Online Shop. Das Foto ist von Aleks Dorohovich von Unsplash.

Gute Logos bleiben im Gedächtnis. Ob für die Website, die Visitenkarte, oder den E-Mailverkehr – Für Shopbesitzer ist der professionelle Außenauftritt wichtig und somit auch ein ansprechend gestaltetes Logo. Das Logo ist das wichtigste Element, das Dein Unternehmen nach außen hin repräsentiert. Es ist somit ein wichtiger Teil des Corporate Design. Dein visueller Auftritt spiegelt Deinen Unternehmensauftritt wider. Deswegen ist es wichtig, hier gut zu erscheinen. Zusätzlich beeinflusst es, als Teil des Corporate Designs, die Entwicklung weiterer Grafiken und Designs.

Was kostet ein eigenes Logo?
Es ist nicht einfach, Logos zu designen. Zudem muss es bei der Logogestaltung meist schnell gehen und das Logo sollte zum Unternehmen und den Produkten passen. Bevor Du Dich für eine der Möglichkeiten entscheidest, solltest Du Deine Bedürfnisse an das Logo genau kennen. Auch der Kostenfaktor spielt eine Rolle. Ein schlechtes erstelltes Visual kann einen negativen Eindruck bei Deiner Zielgruppe hinterlassen. Kläre vor der Auftragsvergabe Deines Logos genau ab, welche Leistung Du für Dein Geld erhältst.

Wir haben hier vier Möglichkeiten gesammelt, wie Du an Dein Logo gelangst und wie viel sie dich kosten.

So erhältst Du ein professionelles Logo – vier Möglichkeiten & was sie kosten

  1. Logo selbst erstellen
  2. Professionelle Designer/Designagentur
  3. Online Lösungen: Design-Crowdsourcing-Plattformen
  4. Online Logo Generator benutzen

1. Logo selbst erstellen

Die günstigste Option an ein Logo zu kommen ist, es selbst zu machen. Es ist aber gar nicht so einfach, Logos zu designen – Egal ob Du vielleicht Erfahrung hast oder nicht. Wenn Du ausgebildete/r Designer*in bist und Dich mit Adobe Illustrator auskennst, los geht’s! Hast Du jedoch keine Erfahrung und willst Dich daran ausprobieren Dein Logo zu entwerfen, ist Vorsicht geboten!

Das Internet ist voll mit inspirierenden und kreativen Logos. Viele Marken aus der ganzen Welt besitzen Logos, die einen hohen Wiedererkennungswert genießen. Auch bei der Logoerstellung gilt der Grundsatz: Von Logos inspirieren lassen ist okay, imitieren aber nicht!

Einen Riesenvorteil hat das eigene Logodesign: Es ist sehr kostengünstig, da Du lediglich selbst die Zeit und Mühe in das Logo investierst. Zusätzlich setzt Du dich mit Deinem eigenen Online Shop auseinander und kann das Corporate Design von Grund auf bestimmen. Das eigene Logo selbst zu designen kann allerdings zum Nachteil werden. Die Arbeit, die in das Logo gesteckt wird, kann viel Zeit fressen und insbesondere für Unerfahrene schnell nicht zum gewünschten Ergebnis führen.

Auch die Typografie des Logos spielt eine wichtige Rolle. Das solltest Du vermeiden:

  • Nicht mehr als zwei Schriften
  • Keine extremen Fonts (zu dünn oder zu dick)
  • Keine sehr kleinen oder zu großen Abstände (Spacing): Kann starken Einfluss auf die Lesbarkeit und Aussage des Textes haben

2. Professionelle Designer/ Designagentur

Wenn Du keine Erfahrung in der Erstellung eines Grafikdesigns hast, solltest Du einen/eine Designer*in beauftragen, anstatt es selbst zu versuchen. Hole Dir einen ausgebildeten Designer für die grafische Gestaltung Deines Logos. Die Arbeit mit einer Designagentur erweist sich für viele Unternehmer als teuer. Insbesondere in der Aufbauphase eines Online Shops ist jede Einsparung von Geld wichtig. Der erste Anlaufpunkt kann Dein Freundes- oder Bekanntenkreis sein. Persönlich involviert zu sein kann die Person motivieren und Du kannst auf der Website Deines Online Shops auf die Person verweisen.

3. Online Lösungen: Design-Crowdsourcing-Plattformen

Eine weitere Möglichkeit, schnell und günstig an ein professionelles Logo zu gelangen, bieten Design-Crowdsourcing-Plattformen. Das und mehr versprechen sie zumindest. Die Lösung ist die Crowd – angehende Shopbetreibende schreiben unter Angabe ihrer Logowünsche einen Design-Wettbewerb aus und bekommen dann von einer Vielzahl an Designern der Crowd Entwürfe präsentiert. Eine breite Palette von Designs wird inzwischen von solchen Plattformen angeboten. Vom Logo bis zur Gestaltung einer Website – Kleine Unternehmen sind immer mehr auf Crowdsourcing angewiesen, um verschiedene visuelle Identitäten zu entwickeln.
Es gibt viele Crowdsourcing-Websites, die sich der Bereitstellung verschiedener Designlösungen für kleine und mittlere Unternehmen widmen. Die meisten dieser Plattformen arbeiten auf Wettbewerbsbasis.

Das Prinzip von Design-Crowdsourcing-Plattformen:

Dein Designbrief

Du beginnst mit dem Ausfüllen eines “Designbriefs” und veröffentlichst Dein Projekt auf der Design-Crowdsourcing-Plattform. Zu den Angaben zählen beispielsweise Form, Farben, Schriftarten und Du wählst Logo-Beispiele, die Dir gefallen. In dem Designbrief beschreibst Du außerdem Dein Unternehmen und wählst, wie viel Du als Zuschlag für den oder die Sieger/-in des Wettbewerbs bezahlen möchtest. Die Zuschläge variieren zwischen 250 - 1000 €*.

Der Wettbewerb

Aus einer globalen Community werden eine Vielzahl professioneller Designer Dir ein Logo zukommen lassen und konkurrieren um Dein Unternehmen. Du erhältst die ersten Logodesigns, die exklusiv für Dich angefertigt wurden. Du hast danach die Möglichkeit, nach weiteren Bearbeitungen zu fragen, die Designs zu kommentieren und zu bewerten. Hier ist es sinnvoll, sich von Freunden und Familie bei der Wahl Deines Logos helfen zu lassen.

Dein Favorit

Dein Favorit - Im Anschluss wählst Du aus alles Logos Deinen Favoriten. Das beste Design gewinnt und bekommt den von Dir im Vorhinein festgelegten Zuschlag. Du erhältst das vollständige Urheberrecht und die alleinige Eigentümerschaft für das Logodesign, kannst Dein neues Logo als hochwertige Datei herunterladen und sofort benutzen.

*Die Preise sind ohne Gewähr.

Wir haben einige Anbieter rausgesucht, die Dir Dein professionelles Logo aus der Crowd möglich machen. Ein Überblick:

  1. 99designs – Die bekannteste Plattform für crowdbasiertes Logodesign und ein verhältnismäßig teurer Anbieter: Preis: ab 269 €* für ca. 30 Designs, Die Preisgestaltung basiert auf vier Kategorien – Bronze, Silber, Gold und Platin, wobei Platin ein Komplettpaket ist.
  2. designenlassen.de – Preis: ab schon ab 225 €* für ca. 40 Designs.
  3. designcrowd.de – Der Startertarif von Designcrowd verspricht etwa 50 Designs für einen Preis ab 180 €* + Zuschlag.
  4. Designbro – Logo Design ab 199 USD*, 3-10 Designs von dem handverlesenen Designerteam von Designbro.
  5. designhill – 20+ Designs für 199 USD*
  6. Logoarena – 50+ Vorschläge für 249 USD*
  7. Fiverr – Hier kostet jedes Logo 5 USD* plus 10 Prozent Plattformgebühren. An diesem Punkt stellt man sich natürlich die Frage, ob man für 5 Dollar ein gutes Logo bekommt? Die Leistung beinhaltet ein bis zwei Logovorschläge von einem Designer ohne Korrektur- bzw. Feedbackrunden. Für den Fünfer erhält man das Logo im JPG-Format – vektorbasierte Formate gibt es gegen einen Aufpreis. Fiverr sollte mit Vorsicht genutzt werden, denn viele User berichten, dass die auf der Plattform erworbenen Logos kopiert oder geklaut sind.

*Die Preise sind ohne Gewähr.

4. Online Logo Generator benutzen

Was tun, wenn Du noch ganz am Anfang Deines Online Shop stehst, Du keine 250 € für das Logo zur Verfügung hast und Selbermachen für Dich auch keine Option ist? Dann trifft Deine Wahl wahrscheinlich zunächst auf einen Logo Generator. Diese Logo Maker erstellen einfache, generische Logos mit einer begrenzten Auswahl an typischen Icons und Schriftarten. Sie bringen ein schnelles und günstiges Ergebnis. Du benötigst keine technischen Kenntnisse und keinen Abschluss in Design. Du solltest diese Option wählen, wenn Du stark auf Zeit und Budget achten musst und kein Problem mit einem generischen Design hast. Zudem kann am Ende vielleicht etwas recht Eigenartiges dabei herauskommen, wenn Du überhaupt kein Gespür für Design hast. Hier präsentieren wir eine Auswahl an Online Logo Makern:

  • hatchful by Shopify. Das Shop System Shopify bietet Dir die Möglichkeit, in Sekundenschnelle ein Logo zu erstellen. hatchful verfügt über eine riesige Bibliothek von Optionen, die immer wieder erweitert wird. Trotzdem läufst Du Gefahr, dass die beliebtesten Symbole von jemand anderem verwendet werden. Preis: kostenlos.
    Hier zwei Beispiele, die mit hatchful entstanden sind:
    Logo erstellt mit hatchful by Shopify     Logo 2 erstellt mit hatchful by Shopify
  • Logaster. Ein minimalistischer, kostenloser Logo-Hersteller, der frische, moderne Designs produziert ist logaster. Wenn Deine Bedürfnisse simpel sind, ist Logaster ein guter Service. Du kannst Dein Logo in wenigen Schritten online erstellen und eine kleine Version kostenlos, die hochauflösende Datei für 9,99 €* herunterladen.
  • canvacanva ist kein Logo Generator im eigentlichen Sinne, ist aber sehr nützlich für die Erstellung von Logos. Die kostenlose Website für Grafikdesign-Tools bietet Dir eine große Auswahl an Designs sowie ein Drag-and-Drop-Editor zur individuellen Gestaltung. Die Website bietet eine große Auswahl an Vorlagen und Basisdesigns, für die Gestaltung von Logos, Postern, Einladungen, Karten und vielem mehr, die Dir den Einstieg in den E-Commerce erleichtern werden.

Markenanmeldung für Deinen Online Shop

Zwei wichtige Schritte hin zu Deinem eigenen Online Shop sind getan: Die Erstellung eines kreativen und unverwechselbaren Domainnamens und eines individuellen Logos sind geschafft. Mit Deiner Domain und Deinem Logo kannst Du Dich von Deiner Konkurrenz abheben und eine Markenidentität für Deinen Online Shop entwickeln. Sobald Du einen Domainnamen und ein Logo für Deinen Online Shop hast, ist es wichtig, dass Du sie schützt um zu verhindern, dass andere Unternehmen Deine Marke, Designs oder Produkte verwenden.

Laptop mit geöffnetem Online Shop.
Laptop mit geöffnetem Online Shop. Das Foto ist von rawpixel, Unsplash.

Von einem Ausflug in den Supermarkt bis zu dem 20:15 Uhr Blockbuster im Fernsehen – Marken begegnen uns auf Schritt und Tritt. Sie sind ein unverzichtbares Werkzeug in der heutigen Wirtschaftswelt und somit auch im E-Commerce.
Laut der WIPO (World Intellectual Property Organization) ist eine Marke ein Kennzeichen, das es erlaubt, die Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denen anderer Unternehmen zu unterscheiden. Dabei wird grundsätzlich zwischen Wortmarken, Bildmarken oder Wort-/Bildmarken unterschieden. Marken sind durch geistige Eigentumsrechte geschützt. Mit einer Marke für ein Produkt oder eine Dienstleistung können Wettbewerbsvorteile generiert werden, denn sie bleiben beim Kunden im Kopf. Dieser Vorteil kann durch eine Markenanmeldung geschützt werden.

In Deutschland erfolgt die Markenanmeldung in der Regel über das Deutsche Patent- und Markenamt kurz DPMA. Eine Marke kann auch in Europa bei der EPO (European Patent Office) oder international bei der WIPO eingetragen werden.
Mit der Eintragung Deiner Marke erlangst Du das exklusive Recht, die Marke für die geschützten Produkte und Dienstleistungen zu benutzen. Dieser Markenschutz besteht nach Eintragung für längstens 10 Jahre und kann gegen Gebühr verlängert werden.
Bevor Du einen Registrierungsantrag für einen Markennamen, Slogan oder ein anderes geistiges Eigentum stellst, führe eine Internetsuche durch, um sicherzustellen, dass dein Antrag nicht von einem anderen Unternehmen der gleichen Branche registriert wird.

Wie funktioniert die Markenanmeldung?

Es gibt drei Wege zur Markenanmeldung beim DPMA:

  1. Online-Anmeldung
  2. Elektronische Anmeldung mit Signatur-Karte
  3. Anmeldung auf Papier

Wichtigen Angaben, die bei der Markenanmeldung gemacht werden müssen:

Name und Anschrift

Name und Anschrift des/der Anmeldenden (Du kannst eine Marke als Privatperson, juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft anmelden)

Name der Marke und Markenform

Wie soll die Marke verwendet werden? Es wird zwischen verschiedene Formen von Marken unterschieden. Die Marke sollte bei der Anmeldung eindeutig einer Form zugeordnet werden. Bei der Eintragung ins Register beim DPMA musst Du Dich entscheiden, ob Du eine Wort-, Wort-/Bild-, Bild-, Dreidimensional oder eine andere Form der Wiedergabe einreichen willst. Die Markendarstellung ist zwingender Bestandteil der Markenanmeldung; sie muss die Marke genau wiedergeben!

Waren- und Dienstleistungsverzeichnis

Marken werden für bestimmte Waren und Dienstleistungen geschützt. Die zu kennzeichnenden Waren und Dienstleistungen sind genau zu benennen. Dafür werden aus 45 Klassen die geeigneten Bereiche herausgesucht (z.B. Geschirr, Stoffe, Körperpflegemittel, etc.).

Was kostet eine Markenanmeldung beim DPMA?

Die Kosten sind abhängig von der Anzahl der Marken, die angemeldet werden sollen und der Zahl der relevanten Waren- und Dienstleistungsklassen, für die die Markenanmeldung erfolgen soll.
Für eine eingetragene Marke fallen Gebühren in Höhe von 300 €* (bei elektronischer Markenanmeldung 290 €*) an und in der Registrierung sind drei Waren- und Dienstleistungsklassen enthalten. Jede zusätzliche Klasse kostet 100 €*. Das Verfahren der Markenanmeldung kann sehr lange dauern. Eine beschleunigte Anmeldung kostet zusätzlich 200 €*.

Da der Prozess zur Registrierung einer Marke kann mitunter etwas schwierig sein, deswegen empfehlen wir sich zusätzlich den Rat eines Anwalts einzuholen.

*Die Preise sind ohne Gewähr.

Du hast gelernt, wie Du Marke und Logo Deines Online Shops in Deutschland oder international schützen kannst. Hoffentlich konntest Du zudem ein paar nützliche Ideen sammeln, wie Du mit Domain, Logo und Marke Deines Online Shops beginnen kannst. In dem nächsten Teil der Serie beantworten wir die Frage nach dem idealen Shop System für Deinen eigenen Online Shop.

Den eigenen Online Shop erstellen – Die ausführliche Artikelserie

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