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KI & Future Skills

24. Februar 2026

KI und Nachhaltigkeit: Zwischen Effizienz und Verantwortung

Künstliche Intelligenz ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Allein in Deutschland nutzen bereits rund zwei Drittel der Bevölkerung regelmäßig KI – und das nur rund drei Jahre nach der breiten Markteinführung generativer Systeme wie ChatGPT. Mit zunehmender Verbreitung rücken auch Fragen rund um KI und Nachhaltigkeit stärker in den Fokus – insbesondere mit Blick auf Energieverbrauch und Ressourcenbedarf.

Eine einzelne Anfrage bei ChatGPT benötigt je nach Quelle mehrere Wattstunden und liegt damit über dem Energiebedarf einer klassischen Suchanfrage bei Google Search. Gleichzeitig eröffnet Künstliche Intelligenz enorme Potenziale, Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten, Ressourcen gezielter einzusetzen und so einen aktiven Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu leisten. Die entscheidende Frage ist also nicht, ob wir KI nutzen, sondern: Wie kann KI nachhaltig und verantwortungsvoll eingesetzt werden?

Ein Prompt - viele Ressourcen

Im Kontext von KI und Nachhaltigkeit wird häufig der Energieverbrauch einzelner Anwendungen diskutiert. Über den Strombedarf eines einzelnen Prompts existieren unterschiedliche Angaben. Eine Studie aus dem Jahr 2024 ermittelte einen Wert von 2,9 Wattstunden pro Anfrage - laut OpenAI-Chef Sam Altman entspricht das etwa zehn Sekunden Backofen-Betrieb. Andere Quellen gehen von einem deutlich geringeren Verbrauch aus. Unterschiede ergeben sich unter anderem durch die Länge der Anfrage, die verwendete Hardware oder das eingesetzte KI-Modell.

Fest steht jedoch: Mit der zunehmenden Nutzung wächst auch die Relevanz des Energieverbrauchs von KI-Anwendungen – selbst wenn eine einzelne Anfrage vergleichsweise wenig Strom benötigt.

Neben dem Stromverbrauch spielt auch der Wasserbedarf eine Rolle für die Nachhaltigkeit von KI. Zur Kühlung von Rechenzentren kommen häufig wasserbasierte Verdunstungssysteme zum Einsatz. Zwar verbraucht eine einzelne KI-Anfrage im Durchschnitt weniger als einen halben Milliliter Wasser, doch bei Millionen täglicher Anfragen summiert sich dieser Bedarf erheblich.

Zudem hängt der Ressourcenverbrauch stark von der Art der Nutzung ab: Die Generierung von Bildern oder Videos ist deutlich energieintensiver als ein reiner Textprompt. Einfache Fragen benötigen weniger Rechenleistung als komplexe Analysen oder Deep-Research-Prozesse. Auch hier zeigt sich, dass KI und Nachhaltigkeit eng miteinander verknüpft sind.

Potenziale von KI für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz

Trotz ökologischer Herausforderungen bietet KI große Chancen für nachhaltige Entwicklung. In zahlreichen Bereichen wird KI bereits eingesetzt, um Prozesse ressourcenschonender zu gestalten und Emissionen zu reduzieren:

Landwirtschaft

KI ermöglicht präzisere Prognosen für Bewässerung und Erntezeitpunkte. Dadurch können Wasser eingespart und Düngemittel gezielter eingesetzt werden.

Industrielle Produktion

KI optimiert Produktionsprozesse, reduziert Ausschuss und verbessert die Ressourceneffizienz.

Energiemanagement

KI-gestützte Systeme überwachen und steuern Energieverbräuche in Echtzeit – etwa in Gebäuden oder Stromnetzen – und helfen, CO₂-Emissionen zu senken.

Verkehr

Intelligente Systeme analysieren Verkehrsflüsse, vermeiden Staus und reduzieren dadurch Emissionen

Kreislaufwirtschaft

KI verbessert die Sortierung von Abfällen und unterstützt innovative Verfahren zur Wiederverwertung von Materialien.

Wissenschaft & Forschung

Auch in Wissenschaft und Forschung spielt KI eine zentrale Rolle für Nachhaltigkeit. Mithilfe komplexer Modelle lassen sich Klimaszenarien präziser berechnen und Strategien zur Reduktion von Treibhausgasen gezielter entwickeln.

Nachhaltigkeit in der KI-Infrastruktur

Im Zuge dieser Entwicklungen rückt der Ansatz der „Sustainable AI“ zunehmend in den Fokus. Ziel ist eine ressourcenschonendere Entwicklung und Nutzung von KI-Systemen – etwa durch energieeffizientere Algorithmen, transparente Verbrauchskennzahlen und nachhaltige Rechenzentren.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert beispielsweise 100 % erneuerbare Energien für KI-Infrastrukturen sowie verbindliche Effizienzstandards und Nachhaltigkeitslabel für Rechenzentren und KI-Dienste.

Nachhaltigkeit in der KI-Infrastruktur

Bewusste Nutzung von KI im Alltag

Auch auf individueller Ebene lässt sich ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit im Umgang mit KI leisten:

  • Klare und präzise Prompts: Je genauer eine Anfrage formuliert ist, desto effizienter kann das Modell antworten.

  • Ergebnisse gezielt weiterverwenden: Antworten prüfen und anpassen, statt sie bei kleineren Abweichungen vollständig neu generieren zu lassen.

  • Ressourcenintensive Anwendungen bewusst einsetzen: Bild- und Videogenerierung nur nutzen, wenn sie tatsächlich erforderlich ist.

    So wird deutlich: Nachhaltige KI beginnt nicht nur in Rechenzentren, sondern auch im Alltag der Nutzerinnen und Nutzer.

KI und Nachhaltigkeit: Zwischen Fortschritt und Verantwortung

Der Zusammenhang zwischen KI und Nachhaltigkeit ist vielschichtig. Künstliche Intelligenz ist mit Energie- und Ressourcenverbrauch verbunden – gleichzeitig bietet sie enorme Chancen für effizientere Prozesse, innovative Lösungen im Klimaschutz und einen bewussteren Umgang mit Ressourcen.

Entscheidend ist ein fundiertes Verständnis der Technologien, ihrer Möglichkeiten und ihrer ökologischen Auswirkungen. Nur so kann KI langfristig zu einem Treiber nachhaltiger Transformation werden.

KI und Nachhaltigkeit: Zwischen Fortschritt und Verantwortung

Weiterbildung & Qualifikation im Bereich KI

Wer das Potenzial von KI nicht nur theoretisch versteht, sondern auch praktisch nutzen möchte, kann sich gezielt weiterqualifizieren. Ein Beispiel dafür sind die Weiterbildungsangebote von cimdata Bildungsakademie GmbH, die eine Reihe praxisorientierter Kurse im Bereich Künstliche Intelligenz anbieten.

Einige Kursinhalte, die für die Verbindung von KI und Nachhaltigkeit besonders relevant sind:

Diese Weiterbildungen können helfen, die Anwendung von KI nicht nur effizienter, sondern auch nachhaltiger zu gestalten – sei es durch effizientere Prozesse, verantwortungsvollere strategische Entscheidungen oder das Verständnis für ethische Rahmenbedingungen.

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