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INDECT und Guerilla Marketing – Präsentationen der DP 13.1

17. Januar, Berlin, ein abgedunkeltes Atelier im Charlottenburger Hinterhof. Präsentationen und Diskussionen. INDECT. Immer wieder dieses Wort.

Spätestens nach den Präsentationen der 13.1 sollte jedem klar sein was INDECT bedeutet, meint und vor allem für einen Jeden von uns heißt bzw. heißen kann. INDECT ist ein intelligentes Informationssystem das mittels Überwachung, Suche und Entdeckung zur Sicherheit der Gesellschaft beitragen soll.

Es ist ein Projekt das seitens der EU bislang mit bis zu 15 Millionen Euro befürwortet wurde und schon heute, im Jahr 2013, erste Ergebnisse bereitstellen soll. Der Staat und die Polizei sollen Zugriff auf das System bekommen.

Das Thema INDECT erhielt in den Medien bisher auffällig wenig Aufmerksamkeit; stellen wir uns doch die Fragen ob und wann ICH ins Auge, oder ins Fadenkreuz, des Systems gerate?! Wann bin ich verdächtig, wann Observierungsobjekt, wann Zielperson? Beobachtet mich eine Drohne während ich mit meinem „Schulranzen bewaffnet“ dem verpassten Bus hinterherjage? Werden sämtliche Kameras auf mich und meinen Freundeskreis gerichtet wenn wir uns am Bahnhof zur wochenendlichen Partytour treffen? Wird die Polizei informiert, wenn ich mit durchgefrorenen Fingern – zu lange – versuche das Auto aufzuschließen – und man stelle sich vor wenn die zugefrorene Tür auch noch klemmt?! Steht unmittelbar nach meinem verfehlen des Mülleimers das Ordnungsamt mit Beweisvideo hinter mir?

INDECT stellt mehr Fragen als beantwortet werden kann bzw. bislang beantwortet wurde – daher sollte darüber diskutiert und geredet werden.

Anfang Januar erhielt die DP 13.1 die Aufgabe eben dieses Thema anzusprechen. Mittels ‚Guerilla Marketing‘ sollte aufmerksam gemacht werden. Guerilla Marketing heißt auf außergewöhnliche Art und Weise die Werbetrommel anzuschmeißen. Dies kann Beispielsweise durch ungewöhnliche Aktionen, Sensationen und Ereignisse ‚gepushed‘ oder durch Platzierung von prägnanten Werbemitteln an diversen Orten und Stellen erreicht werden. Guerilla Marketing ist einmalig, punktuell, aussergewöhnlich, überraschend und nicht störend (mehr dazu im PDF.). Es lag also an der Klasse INDECT zu bewerben und Ideen zu präsentieren die ‚einschlagen‘ und im Kopf bleiben. Es muss sich von normaler Werbung abheben und nicht nur Aufmerksamkeit erregen sondern auch (idealerweise) Gesprächsstoff bilden.

Im Folgenden seht ihr Beispiele wie Aufkleber und ‚Sprays‘ (an Straßenbahnen, Häuserwänden, auf der Straße et cetera), Dummies (z.B. schockierende Bombenräumungsroboter), Notizen an Gegenständen und Objekten (Buschfunk – vllt. steckt ja ein Mikrofon im Busch?) und vieles mehr.

Es sind viele, gute und effiziente Ideen zusammengekommen! Auch die Präsentationen waren erfolgreich und informativ und wie wir in der Medienwelt sagen würden „catchy“. Inwieweit INDECT uns beeinflussen wird oder uns bereits im Viser hat wird wahrscheinlich noch eine Weile ein Geheimnis bleiben.
Definitiv ein super spannendes und gewichtiges Thema! Was sagt ihr dazu?

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Ein Gedanke zu „INDECT und Guerilla Marketing – Präsentationen der DP 13.1

  1. Danke Toni, gut, wenn solche Fragen gestellt und verbreitet werden. Wofür (neben dem puren Lohnerwerb) werden angehende Mediengestalter ihre erworbenen Fähigkeiten noch einsetzen? Was wollen sie, was wollt ihr einmal bewegen? Vielleicht sogar verändern?
    Welche Fragen bewegen Euch, für die zu sensibilisieren sich Eurer Meinung nach noch lohnen würde? Dank an Mirjam Zimmerli, die als Dozentin dieses Guerilla Marketing Projekt ins Leben gerufen hat!

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